Interprofessionelle Lehre

Interprofessionelle Bildung (interprofessional education - IPE) ist ein Ansatz des Lernens, der Studierende und Auszubildende aus mindestens zwei Berufsgruppen in eine kollaborative und interaktive Lernerfahrung einbezieht. Das Ziel von IPE ist die Vorbereitung der Gesundheitsfachkräfte auf die Arbeit in einem teambasierten Umfeld. Durch die Förderung koordinierter Versorgung und kooperativer Zusammenarbeit soll das Patientenoutcome verbessert werden.

Studierenden und Auszubildenden verschiedener Gesundheitsprofessionen wird die Möglichkeit geboten, über-, mit- und voneinander zu lernen. Durch verschiedene interprofessionelle Seminarangebote lernen sie im Team zusammen zu arbeiten, effektiv zu kommunizieren und Konflikte zu lösen. Zudem werden sie in ihrer Rollenentwicklung gestärkt, um gemeinsame Entscheidungen zu treffen, die die vielfältigen Bedürfnisse und Perspektiven von Patient*innen berücksichtigen.

Von IPE können alle Beteiligten aus mehreren Gründen profitieren:

1. Vorbehalte zwischen Gesundheitsberufen können abgebaut und ein kooperativerer und patientenzentrierter Ansatz der Versorgung gefördert werden.

2. Die Kommunikation und Koordination zwischen Gesundheitsdienstleister*innen kann verbessert werden, was zu besseren Patientenergebnissen führen kann.

3. Lücken im Gesundheitssystem können identifiziert und potenziell behoben werden, wie beispielsweise der Bedarf an besser integrierter Versorgung für Patienten mit komplexen medizinischen Erkrankungen.

4. Lernende aber auch Lehrende können sich auf die sich verändernde Gesundheitslandschaft vorbereiten, die zunehmend einen teambasierten Ansatz zur Versorgung erfordert.

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